Hammermeister Motor- und Kajütboote

Kleine Materialkunde

Aus der Vielzahl von Kunststoffen hat sich bisher für den Bau von Booten nur glasfaserverstärktes Polyesterharz als geeignet erwiesen. Versuche mit anderen Kunststoffen, von denen gelegentlich berichtet wird, haben bisher keine praktische Bedeutung.

Die Bezeichnung Polyesterharz ist eigentlich ungenau, sie hat sich jedoch allgemein für das in Frage stehende Kunstharz eingebürgert. Dabei handelt es sich meistens um in Styrol gelöste, ungesättigte Polyester, die als mittelviskose Flüssigkeiten in den Handel kommen.

Den Bootsbau interessieren hauptsächlich die Polyesterharze, die bei Raumtemperaturen (etwa 15 / 20 Grad) aushärten; die Aushärtung (Polymerisation) erfolgt in diesem Falle durch Beigabe eines Härters (Katalysators) und eines Beschleunigers. Die mechanischen Eigenschaften von Polyesterharz reichen bei weitem für die hochbeanspruchten Formteile der Boote nicht aus und erst in Verbindung mit Glasfasern zu einem Laminat (laminieren, das heißt in Schichten aufbauen) ergibt den neuen Baustoff glasfaserverstärktes Polyesterharz - kurz GfK genannt.

GfK-Boote zeichnen sich durch eine Reihe hervorragender Eigenschaften aus:
Sie sind witterungsbeständig, seewasserfest, unempfindlich gegen Hitze und Kälte, sie lecken, rosten und korrodieren nicht, sind nahezu wartungsfrei, leichter als Holz- und Stahlboote und besitzen allgemein eine große Festigkeit. Wird ein Boot beschädigt, so sind die Reparaturkosten in der Regel gering und der Schaden läßt sich in den meisten Fällen schnell durch den Hersteller beheben.